A Nightingale Falling

Filmkritik zu:

A Nightingale Falling

von Reinhard

gesehen auf dem „Galway Film Fleadh 2014“

 

Über den Film:

Es ist die Zeit nach dem 1. Weltkrieg. D. h. in manchen Gegenden der Welt hat der Krieg nie geendet. Wie etwa im Norden Irlands, wo aufständische Iren gegen die Engländer kämpfen.

Es ist das Jahr 1920 in dem die beiden Schwestern May Collingwood und Tilly (Tara Breathnach und Muireann Bird) in dem viel zu großen Haus leben. Das Haus ihres Vaters, der in der englischen Arme diente. Daher sitzen die zwischen den Stühlen.

Die Situation wir nicht besser als die ältere, toughere Schwester einen fast toten englischen Soldaten im Stall findet. Sie, die den Hof am Laufen hält und auch gute Kontakte zu der sonstigen Landbevölkerung hat. Sie muss eine Entscheidung treffen.

Wenig später liegt der Captain im 1. Stock des Landhauses. Zusammen mit ihrer Schwester operiert May die Kugeln heraus. Sie hat ja Erfahrung als Krankenschwester. Dann geht es ans Warten. Und es dauert auch fast zwei Wochen bis der Mann aufwacht, und seinen Retterinnen danken kann.

Aber es ist klar das es noch lange dauern wird bis er aufstehen kann. Zeit, die gefährlich sein wird. Denn wenn die Rebellen ihn finden wird er kurzerhand erschossen, und das Gehöft vermutlich niedergebrannt. Aber auch wenn die Engländer ihn finden werden ist es nicht besser. Die werden erst sauer sein das sie nicht früher informiert wurden. Und wenn die dann abgezogen sind … siehe erster Teil.

Aber das alles ist nur Hintergrundrauschen. Der eigentliche Konflikt liegt wo anders. Denn die beiden Schwestern buhlen um den Mann. Während die ältere May offenbar hofft das Glück zu erleben, bevor sie zu alt ist einen Mann abzubekommen. Und das, obwohl Sie sich schon fast mit dem Schicksal als alte Jungfer abgefunden zu haben, etwas das für Tilly undenkbar ist. Und tatsächlich erhält die Jüngere auch den „Zuschlag“.

Aber damit sind die Probleme nur offengelegt, noch lange nicht beendet.

Und das ist auch das Problem dieses Films. Nicht die Kämpfe in der Außenwelt ist das Problem, die im Inneren sind es. Und auch wenn May für jeden einzelnen Schritt gute Gründe hat, ist die Richtung, in die es geht, doch die in den Abgrund. Und dabei werden die Seelenqualen nicht sichtbar, spürbar gemacht.

Man sieht Tara Breathnach vor sich hinstarren und dann einen Heben. Was da im Kopf passiert wird nicht vermittelt, geht verloren. Letztendlich kommt May als immer härter Charakter rüber, ohne aufzuzeigen, wie es dazu gekommen ist. Schade.

 

Technisches:

Regie:

Buch:

Darsteller:

  • Tara Breathnach (als May Collingwood) Andere Filme: The Last Days of Anne Boleyn (2013), Jack Taylor: Auge um Auge (2011), Die Tudors (2010)
  • Muireann Bird (als Tilly Collingwood) Andere Filme: Queen and Country (2014), Jack Taylor: Gefallene Mädchen (2011), Eamon (2009)
  • Gerard McCarthy (als Captain Shearing) Andere Filme: Vikings (2013), The Merry Wives of Windsor (2011), Belonging to Laura (2009)

Kamera: Garret Daly Andere Filme: The Road of Souls (2011), Who Is Dervla Murphy? (2010), Rental Boys (2009)
Musik: Graeme Stewart Andere Filme: Davy Jones (2010), Winding Down (2008), My Ship Is Comin‘ In (2006)
Verleih: Mixed Bag Media
FSK: 16
Laufzeit: 104 Minuten
Genre: Drama
Kinostart: 12. September 2014
IMDB: imdb
Wiki: wiki

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Über reinhard

Ich bin der, der diesen Blog betreibt.
Dieser Eintrag wurde in 2014, Galway, Galway-2014 veröffentlich. Erstelle ein Lesezeichen vom Permanentlink.

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