Auf das Leben!

Filmkritik zu:

Auf das Leben!

von Reinhard

gesehen auf dem „Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2014“

 

Über den Film:

Als Jonas Ruth kennenlernt geht es dieser nicht gut. Die ehemaligen Kabarettsängerin ist am Tiefpunkt. Werkstatt und Wohnungen wurden gerade gepfändet. Sie selbst soll in eine Sozialwohnung untergebracht werden. Der junge Jonas gehört zu den Leuten, die den Umzug bewerkstelligen.

Kurz darauf rettet Jonas dann Ruth vor sich selbst. Und während diese in der Klapse landet, zieht der Packesel kurz entschlossen in der Wohnung ein, er hat selber keine Bleibe. In der Geschichte heißt es einmal das er auf der Flucht ist. Und das stimmt auch. Aber zu sagen, dass er vor seiner Freundin flieht, wäre nur die halbe Wahrheit.

Während also Ruth sich überhaupt nicht an die Gitter vor den Fenstern gewöhnen will entdeckt Jonas unter dem ganzen Gerümpel auch einige Filmrollen mit passendem Projektor. Die Geschichte die dort erzählt wir ist nicht die einer alten Frau, sondern einer lebenslustigen 40-Jährigen. Und Ihr Freund, der diese Filmaufnahmen machte, ist Jonas. Jahrzehnte vor seiner Geburt ist sein Ebenbild in der anderen Geschichte im Film zu sehen.

Aber es geht nicht um den Doppelgänger, es geht um die Jüdin Ruth. Die mal wieder verfolgt wird. Oder zumindest empfindet sie es so.

Dabei spielt Hannelore Elsner die Alte, Ruth, Sharon Brauner die Junge. Und Max Riemelt brilliert in seiner Doppelrolle.

Aber leider sind manche Wendungen nicht nachzuvollziehen. Warum sich die krumpelige Geigenbauerin sich so auf den Umzugshelfer einlässt. Dessen Widerstand wird zwar gezeigt, aber warum der bröckelt, ist auch nicht so klar. Sicherlich ist er von der jungen Sängerin fasziniert, aber das wird kaum im Bild eingefangen.

So bleibt ein zwiespaltiges Gefühl. Auch wenn es nicht das, bei diesem Thema leider Üblichen, Betroffenheitskino ist. Erricht er doch nicht das Niveau, das nötig wäre, um so ein Thema glaubwürdig umzusetzen. Dass er nicht abstürzt, ist hauptsächlich den weiblichen Hauptdarstellerinnen zu verdanken. Der inzwischen 72-jährigen Hannelore Elsner und Sharon Brauner

Technisches:

Regie: Uwe Janson Andere Filme: Die Schlikkerfrauen (2014), Danni Lowinski (2011-2014), Werther (2008)
Buch:

  • Stephen Glantz Andere Filme: Wunderkinder (2011), Der letzte Zug (2006), Babij Jar – Das vergessene Verbrechen (2003)
  • Volker Kellner Andere Filme: –
  • Thorsten Wettcke Andere Filme: Die Hebamme (2014), Das Wunder von Kärnten (2011), Sunny (2007)

Darsteller:

  • Max Riemelt (als Jonas) Andere Filme: Freier Fall (2013), Der deutsche Freund (2012), Die vierte Macht (2012)
  • Sharon Brauner (als die Junge Ruth) Andere Filme: Der letzte Zug (2006), Bewegte Männer (2003), Club der Träume – Türkei, Marmaris (2003)
  • Hannelore Elsner (als Ruth) Andere Filme: Der letzte Mentsch (2014), Wer’s glaubt, wird selig (2012), Hanni & Nanni (2010)

Kamera: Peter Krause Andere Filme: Willkommen im Krieg (2012), Die Jagd nach der heiligen Lanze (2010), Erkan & Stefan in Der Tod kommt krass (2005)
Musik:
Martin Stock Andere Filme: Wunderkinder (2011), Tage die bleiben (2011), So ein Schlamassel (2009)
Laufzeit: 90 Minuten
Genre: Drama
Kinostart: Oktober 2014
IMDB: imdb

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Über reinhard

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