Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt

Filmkritik zu:

Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt

von Reinhard

 

Über den Film:

Es geht der kleine Hafenstadt schlecht. Mann sieht alle Leute einmal im Monat. Nämlich dann, wenn der Scheck vom Sozialamt kommt. An dem Tag sieht sich das Dorf zweimal. Einmal um diesen im Postamt abzuholen, und dann in der Bank um ihn gegen Bares einzutauschen. Ach ja, und noch mal abends, wenn das Geld versoffen wird.

Um einen Job bekommt zu bekommen nimmt man alles in Kauf. Verlässt Heim und Familie, geht in eine fremde Stadt um etwas mehr Sicherheit, um Perspektive zu haben.

Dabei gibt es sogar eine Chance alles zu verbessern. Eine Öl-Firma sucht eine Standort für die neue Fabrik. Nur gibts da ein Problem. D. h. es gibt mehrere, aber das Größte ist, dass diese darauf besteht, dass ein Arzt vorhanden ist. Und den gibt es eben nicht.

Bis dann doch ein Arzt angekündigt wird. Nur für einen Monat und nicht ganz freiwillig. Aber immerhin eine Möglichkeit. Man muss ihn nur dazubekommen, dass er bleiben will. Alle machen mit. Nur die Dorfschönheit weigert sich, aber de Arzt ist ‚eh verlobt. Drahtzieher der Aktion ist Murray (Brendan Gleeson), der neue Bürgermeister. Immer begleitet von Simon (Gordon Pinsent), der so was wie den Dorfälteste spielt.

Dann kommt er, Dr. Paul Lewis (Taylor Kitsch).

Kein Handynetz. Das Telefon fest an der Wand installiert. Und die viele frische Luft kann ja nicht gesund sein. Aber die Leute sind freundlich, manchmal zu sehr. Und es geschehen immer wieder komische Dinge, etwa das sein Lieblingsgericht auf der Speisekarte des Restaurants steht.

Das seine Telefonate mitgehört werden kann er ja nicht ahnen. Dazu ist er zu gutgläubig.

Fast alles ist Fake. Ob es das Cricketspiel ist, oder der Jazzfan. Und er merkt nichts, tappt in die Falle.

Aber das mit der Fabrik ist auch noch längst nicht in trockenen Tüchern. Da gibts noch mehr Bedingungen.

Und so ist der Film eine Aneinanderreihung absurder Ideen, die noch schlimmer werden, wenn diese ausgeführt werden. Er ist warmherzig, manchmal albern. Dieses Remake der frankokanadischen Komödie „Die große Verführung“ von 2003, die mit fast dem gleichen Titel in die Kinos kommt, ist durchaus gelungen. Sie erinnert an Filme wie „Lang leben Ned Devine“ oder „Grasgeflüster“. Auch wenn diese durch den typischen englischen Humor noch mal absurder sind. Aber vor der Küste Kanadas scheint es auch nicht viel anders zu sein.

Durchaus sehenswert, wenn an auf schrägen Humor steht.

 

Technisches:

Originaltitel: The Grand Seduction
Regie: Don McKellar Andere Filme: Childstar (2004), Die letzte Nacht (1998)
Buch:

  • Michael Dowse Andere Filme: Fubar II (2010), It’s All Gone Pete Tong (2004), Fubar (2002)
  • Ken Scott Andere Filme: Starbuck (2011), Guide de la petite vengeance (2006), Die große Verführung (2003)

Darsteller:

  • Brendan Gleeson (als Murray French) Andere Filme: The Company You Keep – Die Akte Grant (2012), The Guard – Ein Ire sieht schwarz (2011), Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 (2010)
  • Taylor Kitsch (als Dr. Lewis) Andere Filme: Battleship (2012), John Carter: Zwischen zwei Welten (2012), X-Men Origins: Wolverine (2009)
  • Gordon Pinsent (als Simon) Andere Filme: Eating Buccaneers (2008), An ihrer Seite (2006), Saint Ralph – Ich will laufen (2004)

Kamera: Douglas Koch Andere Filme: The Republic of Love (2003), Die letzte Nacht (1998), Wenn die Nacht beginnt (1995)
Musik:

Verleih: Verleih Wild Bunch
FSK: 0 (?)
Laufzeit: 113 Minuten
Genre: Komödie
Kinostart: 10. Juli 2014
IMDB: imdb

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Über reinhard

Ich bin der, der diesen Blog betreibt.
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