Finsterworld

Filmkritik zu:

Finsterworld

von Reinhard

gesehen auf dem „Festival des deutschen Films 2014“

 

Über den Film:

Wenn eine Regisseurin mit dem Namen Finsterwalder einen Film macht der den Titel Finsterword erhält. Dann wird das ein guter Film. So geschehen hier.

Denn diese finstere Welt ist Deutschland. Das hässlich Deutschland. Es fehlt einfach an einer gemeinsamen Figur, etwas das alle akzeptieren und auch im Ausland bekannt ist. Und da „Fix und Foxi“ International eben nicht der Bringer ist bleibt nur Schnäuzelbärtchen Hitler. Nicht gerade ein Sympathietrager.

Ebenso wenig wie die Figuren in dem Film. Es ist wohl niemand dabei der so richtig, oder überhaupt, sympathisch ist. Abgesehen vielleicht von dem Typ mit dem Vogel.

Ansonsten sind alle Vorurteile vertreten. Die intellektuelle Schulschönheit. Der überforderte Lehrer. Die anspruchsvollen und dabei absolut zynischen Eltern. Der großkotzige Sohn. Und das sind nur einige der Figuren.

Alle eingebettet in kurzen Geschichten. Es ist aber kein typischer Episodenfilm. Denn die eine Story wird in der anderen Geschichte weitererzählt, ohne dass man zuerst die Zusammenhänge kennt. Naja, vielleicht ist es doch ein Episodenfilm. Aber gut komponiert.

Die einzelnen Erzählungen sind dabei bieder bis an die Schmerzgrenze, und darüber hinaus. Nichts ist einfach und schon gar nicht glatt. Keine Figur mit der man sich identifizieren kann oder will. Daher kann ich jeden verstehen, der während des ersten Drittels das Kino verlässt, oder umzappt. Wer aber dabei bleibt, es aushält, bekommt einen selten klaren Blick auf Deutschland. Auch wenn es keine Antwort gibt.
Wenn schon negativ, dann richtig.

Bildungsfernsehen auf hohem Niveau. Und das ist nicht zynisch gemeint.

Technisches:

Regie: Frauke Finsterwalder Andere Filme: Die große Pyramide (2014), Weil der Mensch ein Mensch ist (2007)
Buch:

Schauspieler:

  • Corinna Harfouch (als Inga Sandberg) Andere Filme: Drei Zimmer/Küche/Bad (2012), Giulias Verschwinden (2009), Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (2006)
  • Carla Juri (als Natalie) Andere Filme: Feuchtgebiete (2013), Jump (2012), 180° – Wenn deine Welt plötzlich Kopf steht (201007)
  • Christoph Bach (als Lehrer Nickel) Andere Filme: Global Player – Wo wir sind isch vorne (2013), Shirley – Der Maler Edward Hopper in 13 Bildern (2013), Das schlafende Mädchen (2011)

Musik: Michaela Melian Andere Filme:
Verleih: Alamode Film
FSK: 12
Laufzeit: 91 Minuten
Genre: Drama, Komödie
Kinostart: 17. Oktober 2013
Wikipedia: wiki
IMDB: imdb

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Über reinhard

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Dieser Eintrag wurde in 2014, FddF, FddF-2014 veröffentlich. Erstelle ein Lesezeichen vom Permanentlink.

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