Halfweg

Filmkritik zu:

Halfweg

von Reinhard

gesehen auf dem „Internationalen Filmfestival Mannheim Heidelberg 2014“

 

Über den Film:

Als Stephan im neuen Haus einzieht, ist ihm klar das ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Das Büro im Erdgeschoss in seiner neuen Firma. Mit seiner ehemaligen Sekretärin, in diesem wunderbar schönen alten Haus.

Wäre da nicht dieser nervige Typ. Steht plötzlich im Wohnzimmer, mit einem Handtuch um den nackten Oberkörper und nassen Haaren. Scheint gerade aus der Dusche zu kommen und besteht darauf, dass dieses sein Haus sei. Bis die Polizei kommt, ist der Typ natürlich weg. Und kaum haben die Bullen das Haus erfolglos durchsucht und sind abgezogen, steht er wieder da und nervt. Und zudem gibt’s da diese komischen Probleme mit dem Strom.

Was der Zuschauer schon ahnt, wo aber Stephan erst nach einer Weile drauf kommt, ist das es sich um den Vorbesitzer handelt. Der ist nämlich vor einiger Zeit hier gestorben. Und offensichtlich hat dessen Geist den Sprung ins Jenseits noch nicht abgeschlossen.
Ob das was mit dem hübschen jungen Mädchen zu tun hat?

Dabei ist der Spuk gar nicht das größte Problem das Stephan hat. Die Scheidung ist gerade durch, er ist aus der Firma geflogen und die neuen, jetzt eigene, Firma will nicht so durchstarten. Dass dabei bei jeder unpassenden Gelegenheit der Strom ausfällt, aber die Stereoanlage einen Heidenkrach macht, ist auch nicht hilfreich. Aber Stephan hat mindestens so einen Dickkopf wie Viktor, der Geist.

Dabei ist dass keine platte Geisterkomödie, die Enthoven hier abliefert. Auch wenn es, mit allen Slapstick Elementen, genau so anfängt.

Die beruflichen Probleme sind, ebenso wie die Emotionalen, echt und bestimmen die zweite Hälfte des Films. Und da wird dann der Film, zwischen zwei Lachern, auch mal Ernst. Es geht, eigentlich schon die ganze Zeit, um Verlust und wie man damit umgeht.

Wer eine unterhaltsame Komödie erwartet, bekommt nicht, was er wünscht. Auch wer inhaltsschweres Autorenkino sehen will, wird enttäuscht. Enthoven bleibt, wie in den meisten seiner Filme, dazwischen. Verweigert sich der klaren Klassifizierung, die ja, im schlimmsten Fall einfach Schubladendenken ist.

Wer sich auf ein gelungenes Experiment einlassen kann, sollte sich diesen Film ansehen.

Technisches:

Originaltitel: Hotell
Regie: Geoffrey Enthoven Andere Filme: Hasta la Vista – Pflücke das Leben! (2011), Happy Together (2008), Vidange perdue (2006)
Buch: Pierre De Clercq Andere Filme: Hasta la Vista – Pflücke das Leben! (2011), Man zkt vrouw (2007), Verlengd weekend (2005)
Darsteller:

  • Koen De Graeve (als Stef) Andere Filme: Zot van A. (2010), Die Beschissenheit der Dinge (2009), Loft – Tödliche Affären (2008)
  • Jurgen Delnaet (als Theo) Andere Filme: Code 37 (2011), Copacabana (2010), Neulich in Belgien (2008)
  • Evelien Bosmans (als Julie) Andere Filme: Marina (2013), Danni Lowinski (2012), Groenten uit Balen (2011)

Kamera: Gerd Schelfhout Andere Filme: Hasta la Vista – Pflücke das Leben! (2011), Happy Together (2008), Vidange perdue (2006)
Musik:

  • Stijn Deconinck Andere Filme: Met Man en Macht (2013), Schellebelle 1919 (2011), Basta (2011)
  • Dieter Diependaele Andere Filme: Violet (2014), 82 dagen in april (2013), Basta (2011), Bo (2010)

Laufzeit: 115 Minuten
Genre: Tragikomödie
IMDB: imdb

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Über reinhard

Ich bin der, der diesen Blog betreibt.
Dieser Eintrag wurde in 2014, IffMaHd, IffMaHd-2014 veröffentlich. Erstelle ein Lesezeichen vom Permanentlink.

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