Magallanes

Filmkritik zu:

Magallanes

von Reinhard

gesehen auf dem „Internationalen Filmfestival Mannheim Heidelberg 2015“

 

Über den Film:

Schuld und Sühne. Die großen Themen seit dem Menschen, Menschen Leid antun. Angesiedelt im heutigen Südamerika, verwurzelt in einer Zeit der Kämpfe, des Krieges, der Gewalt. Viele Menschen haben gelitten. Manche wegen Menschen wie Magallanes. Er war Soldat, auf der Seite der Gewinner.

Inzwischen ist der Krieg vorbei. Er fährt manchmal seinen ehemaligen General durch die Gegend und lebt mehr schlecht als recht von seinem Taxi.

Ein Zufall führt ihn in die Vergangenheit. Als sich sein General einen Vorschuss auf den zukünftigen Krieg gönnte. Dieser Vorschuss ist inzwischen eine junge, hübsche Frau, die ihre eigenen Probleme hat und von der Vergangenheit nichts wissen will. Aber als Magallanes sie sieht, so plötzlich an diese Zeit erinnert wird, beschließt er selbst ein mal zu den Siegern zu gehören. Den General will er erpressen. D. h. eigentlich dessen Sohn. Denn der General ist nur noch wenig mehr als Gemüse. Aber der Name der Familie muss rein bleiben. Daher stimmt er zu, sich mit Geld freizukaufen.

Aber gleichzeitig ist die Polizei Teil seines Plans. Die Erpresser sollen es nicht zu leicht haben. Trotzdem klappt die Geldübergabe, und doch bekommt nicht jeder, was er wollte.

Kurz danach hat Magallanes auch Kontakt mit der Frau, die gar nicht weiß, was da in Ihrem Namen passiert.

Und eigentlich geht es um die beiden. Diese Räuber Geschichte hat mit dem eigentlichen Thema gar nichts zu tun, und dient nur dazu die Erzählung voranzutreiben, vielleicht etwas Action rein zu bringen. Ein dramaturgischer Trick, den man immer wieder sieht, und meist unnötig ist.

Wenn man das aber ausklammert, ist es eine gute Inszenierung. Über Schuld, die nie vergeben werden kann. Und Sühne, die, auch – oder gerade – selbst auferlegt, nichts mehr ändern kann. Das muss Magallanes erkennen, auch seine Erinnerung ist schöngefärbt und deckt sich nicht mit der der Anderen.

Aber wenn man sich durch die Crime-Story nicht abschrecken lässt, bekommt man ein beeindruckendes Stück Wirklichkeit mit überraschenden Wendungen. Zum Guten wie zum Schlechten.

Sehenswert.

Technisches:

Regie:
Salvador del Solar Andere Filme:-

Darsteller:

  • Damián Alcázar (als Harvey Magallanes) Andere Filme: Olvidados (2014), Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia (2008), Die Versuchung des Padre Amaro (2002)
  • Bruno Odar (als Milton) Andere Filme: Oliver’s Deal (2015), Im Oktober werden Wunder wahr (2010), Coraje (1999)
  • Magaly Solier (als Celina) Andere Filme: One More Time (2013), Blackthorn (2011), Eine Perle Ewigkeit (2009)

Kamera: Diego Jiménez Andere Filme: Mateo (2014), Ciudad Delirio (2014), Todos tus muertos (2011)

Musik: Federico Jusid Andere Filme: Felices 140 (2015), Jeder hat einen Plan (2012), Ich möchte Soldat werden (2010)

Laufzeit: 109 Minuten
Genre: Drama
IMDB: imdb

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Über reinhard

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