Life Beyond Me

Filmkritik zu:

Life Beyond Me

von Reinhard

gesehen auf dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2017

 

Über den Film:

Blut ist dicker als Wasser, so sagt man.
Aber was wenn as nicht um Blut gegen Wasser, sondern um Blut gegen Blut geht?

Die Sylie, die Mutter, hat schon alles vorbereitet.
Das Hotel ist gebucht, das Auto geordert, und der Abflugtermin steht auch fest. Diesen soll der Mehdi, der Sozialarbeiter in besonderer Mission, aber nicht allein. Er wurde nämlich engagiert um ihren Sohn zurückzuholen.

Der wurde vom Vater nach Uruguay entführt. Und lebt seit dessen tot bei der Oma. Und alle Versuche das Kind auf offiziellen Weg zurückzuholen, oder überhaupt zu finden, sind längst gescheitert.

Also wird der Menschenfänger ausgeschickt, um ihr zuzuführen, was zu ihr gehört.

Doch Mehdi ist kein Stück Holz. Er sieht den Jungen beim Fußball spielen mit seinen Freunden. Zusammen mit seiner Tanta, die zur Ersatzmutter wurde. Er sieht ihn lachen und wie er glücklich ist. Zweifel am Auftrag entstehen.

Es geht um Familienbande. Um das Wohl des Kindes, wie es in einem deutschen Gesetz steht. Und die Oma hat entschieden, was das Besten für Felipe ist. Oder das Beste für sich, das ist anscheinend das Gleiche. Und wenn die Mutter jetzt entscheidet, dass der Junge mit ihr kommt, macht sie dann nicht das Gleiche? Wenn sie ihn aus seiner gewohnten Umgebung herausreist?

Und Mehdi sitzt dazwischen, ist das Zünglein an der Waage, zumindest eine Zeit lang, und kann in Entwicklung steuern. Aber in welche Richtung?

Denn das ist der Konflikt dieses sehenswerten Dramas. Denn es gibt natürlich keine einfache Lösung. Der Flieger ist längst weg und Mehdi hat sich langsam zum Freund von Felipe entwickelt. Was seine Entscheidung nicht einfacher macht.

Und dieser Teil der Geschichte ist auch der spannendste. Da, wo sich der Film auch Zeit lässt, die Figuren aufzustellen, zu erklären.

Erst später, wenn die Mutter sich entschließt doch selbst zu kommen, da ihr es zu lange dauert. Da rückt sie wieder in dem Mittelpunkt. Sie und die Oma, die auch Geheimnisse vor der Familie hat. Da nimmt die Geschichte Fahrt auf, wird schneller. Und bleibt sich doch treu.

Ich kann daher dem Film gute vier von sechs Hüten geben.

Technisches:

Andere Titel:

  • Une vie ailleurs

Regie: Olivier Peyon Andere Filme: Wie ich Mathe gehasst hab‘! (2013), Empreintes (2009-2011), Les petites vacances (2006)

Buch:

  • Isabelle Carré Andere Filme: Familie auf Rezept (2015), Die Sprache des Herzens (2014), Zwischen allen Stühlen (2012)
  • Olivier Peyon Andere Filme: Wie ich Mathe gehasst hab‘! (2013), Empreintes (2009-2011), Les petites vacances (2006)
  • Cécilia Rouaud Andere Filme: Les délices du monde (2013), Ni Oui… (2012), Je me suis fait tout petit (2012)

Schauspieler:

  • Egle Mikulionyte (als Sylvie Louvel) Andere Filme: Ekskursante (2013), Park ’79 (2009), Duburys (2009)
  • Ramzy Bedia (als Mehdi Ayadi) Andere Filme: Mademoiselle Hanna und die Kunst nein zu sagen (2015), Die Vollpfosten (2012), Das Konzert (2009)
  • María Dupláa (als Maria Vilas) Andere Filme: Uno mismo (2015), Lago de luciérnagas (2014), Sangre Negra: Aldo Knodell Debe Morir (2013)

Kamera: Alexis Kavyrchine Andere Filme: Daguerreotype (2016), Je ne suis pas un salaud (2015), Wie ich Mathe gehasst hab‘! (2013)

Musik: Nicolas Kuhn Andere Filme: Génération 90: Le retour du cinéma d’auteur (2016), L’Incroyable Histoire de l’Incroyable Femme-Araignée (2016), Wie ich Mathe gehasst hab‘! (2013)

Verleih: Haut et Court
FSK: noch unbekannt
Laufzeit: 96 Minuten
Genre: Drama
Kinostart: noch unbekannt

Wiki: wiki (französisch)
IMDB: imdb

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Über reinhard

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