Light Thereafter

Filmkritik zu:

Light Thereafter

von Reinhard

gesehen auf dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2017

 

Über den Film:

Wie ist es so seinem Gott zu begegnen?
Pavel passiert genau das. Nicht aus Zufall, sondern nach langer Planung und einem noch längeren Weg um zu ihm zu kommen.

Er, das ist Arnaud. Ein Maler. Einer der einmal gut war. Vielleicht noch ist. Aber da er kaum malt, dafür zynisch geworden ist, weiß das keiner so genau. Er selbst am wenigsten. Arnaud springt mit dem empfindsamen, jungen Bewunderer rum, das ist nicht schön. Der nimmt sich das auch alles zu herzen, beginnt sich seltsam zu benehmen.

In der nächsten Szene ist es schon etwas besser. Aber irgendwas stimmt nicht. Noch eine Szene weiter lernen sich Pavel und Arnaud kennen. Und spätestens hier versteht der Zuschauer, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird. Der fahrig, mit sich selbst redende, junge Mann ist das Endprodukt einer langen Entwicklung. Und Arnaud mag zwar der Höhepunkt der Ereignisse sein, war aber beileiben nicht das einzige.

Und so wird die Reise beschrieben, die beim Maler in Südfrankreich endet. Und über die verschiedensten Stationen, unterschiedlichen Menschen und Situationen, ihren Ausgangspunkt in England nimmt.

Beeindruckend ist dabei die Leitung von Barry Keoghan, dessen schwierigsten Parts gleich am Anfang des Film zu sehen sind. Ein zerstörter Jugendlicher. Einer der die Welt nicht mehr versteht, verstoßen von seinem Gott. Und dies nicht verkraftet.

Doch das Interessante ist eine Wandlungsfähigkeit. Bis zurück zum Anfang der Geschichte, dem Ende des Films bei dem er einen einfachen Jungen spielt. Einer der seine Probleme hat, aber wer hat das nicht in dem Alter.

Die restliche Besetzung ist Staffage. Nur Arnaud bekommt so was wie ein Gesicht. Und die stumme Bedienstete sticht noch heraus. Aber der Rest, die anderen Geschichten, die die nichts mit Pavel zu tun haben. Die sind eher flach, einfach. Passen nicht zu der Leistung die Keoghan bringt.

Daher gibt es, bei aller Anerkennung für Barry Keoghan, nur vier von sechs Hüten.

Technisches:

Regie: Konstantin Bojanov Andere Filme: Avé (2011), Invisible (2005), Lemon Is Lemon (2001)

Buch: Konstantin Bojanov Andere Filme: Avé (2011), Lemon Is Lemon (2001)

Schauspieler:

  • Barry Keoghan (als Pavel) Andere Filme: Dunkirk (2017), The Killing of a Sacred Deer (2017), Das Gesetz der Familie (2016)
  • Thure Lindhardt (als Piri) Andere Filme: Kill Command (2016), Adieu Paris (2013), Fast & Furious 6 (2013)
  • Kim Bodnia (als Arnaud) Andere Filme: Rosewater (2014), Love Is All You Need (2012), Die Wahrheit über Männer (2010)

Kamera: Nenad Boroevich Andere Filme: Avé (2011), Mission London (2010), Hindemidth (2009)

Musik: Michelino Bisceglia Andere Filme: Hannah (2017), The Pickle Recipe (2016), Valentino (2013)

Verleih: unbekannt
FSK: noch unbekannt
Laufzeit: 101 Minuten
Genre: Drama
Kinostart: noch unbekannt

IMDB: imdb

Über reinhard

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