The Drummer and the Keeper

Filmkritik zu:

The Drummer and the Keeper

von Reinhard

gesehen auf dem „Galway Film Fleadh 2017“

 

Über den Film:

Es brennt so schön wenn die Flammen hochschlagen. Findet zumindest Gabriel. Da ist er aber der Einzige, der so denkt. Besonders seine Schwester denkt da anders. Und weil das nicht das erste mal war, steht jetzt eine Therapie an. Und er ist ja auch einsichtig und macht mit. Nimmt seine Tabletten.

Aber Fußball? Ausgerechnet Fußball? Er ist schließlich Schlagzeuger. Und dann soll er noch mit den bekloppten aus dem Heim spielen. Aber er ist ja einsichtig. Versucht es wenigstens.

Das geht natürlich schief. Er gerät an Christopher. Der hat Asperger. Versteht zumeist den tieferen Sinn eines Spruchs nicht, nimmt alles wörtlich. Und als der Trainer sagt, dass sie jetzt Freunde sein sollen. Dann sind sie ab sofort eben Freunde. Auch wenn Gabriel nichts davon wissen will.

Aber einem Christopher entkommt man nicht. Freundschaft findet man wirklich an den verrücktesten Stellen, heißt es. So auch hier.

Der überaktive Musiker, nur durch Medikamente gebremst. Und der überkorrekte Sammler, dem seine Legos über alles gehen. Eigentlich gibt es nichts, das sie verbindet. Und vermutlich ist es auch genau das, was die beiden, nach einer ganzen Weile im Film, zusammenhält.

Und in dieser warmherzigen Komödie wird dies schön gezeigt. Mit allen Hochs und Tiefs. Aber immer glaubwürdig. Was vor allem den beiden Hauptdarstellern zu verdanken ist. Deren Spiel ist immer glaubwürdig. Nie langweilig. Es macht einfach Spaß denen zuzusehen.

Auch wenn hier mal nicht die Probleme der ganzen Welt gelöst werden. Aber die Probleme zweier Jugendlicher wiegen doch mindestens genau so schwer.

Daher gibt’s von mir fünf von sechs Hüten.

Auf dem Filmfest in Galway 2017 hat der Film dann den Preis als ‚BEST FIRST IRISH FEATURE IN ASSOCIATION WITH VOLTA‘ erhalten

Technisches:

Regie:
Nick Kelly Andere Filme: Shoe (2010), Why the Irish Dance That Way (2006), Delphine (2003)

Buch:
Nick Kelly Andere Filme: Shoe (2010), Why the Irish Dance That Way (2006), Delphine (2003)

Schauspieler:

  • Dermot Murphy (als Gabriel) Andere Filme: Clean Break (2015), 6Degrees (2015), Black Ice (2013)
  • Jacob McCarthy (als Christopher) Andere Filme: Pria (2017), Foursome (2016)

Kamera:
Tom Comerford Andere Filme: Michael Inside (2017), Pilgrimage (2017), Familienbande (2015)

Musik: John Gerard Walsh Andere Filme: Cherry Tree (2015), Traffic Blues (2009), Proof (2004)

Laufzeit: 92 Minuten
Genre: Drama
Kinostart: – noch kein deutscher Termin bekannt –
IMDB: imdb

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Über reinhard

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