Der Brotverdiener

Filmkritik zu:

Der Brotverdiener

(The Breadwinner)

von Reinhard

 

Über den Film:

Geschichten.

Es sind Geschichten die im Gedächtnis hängen bleiben. Nicht Zahlen und Fakten. Sondern Emotionen die über Erzählungen transportiert werden.

Der Vater von Parvana weiß das. Und so versucht er seine Tochter zu lehren. Aber das ist nicht leicht wenn man in Kabul auf dem Markt sitzt und dabei ist die letzten Wertsachen zu verkaufen, um das Überleben der Familie zu sichern.

Die Tochter sind aber diesen Geschichten leid. Sie ist zu alt für Kindergeschichten. Und das ist gefährlich unter den Taliban. Überhaupt, ist sie nicht alt genug zum Heiraten?

Der alte Lehrer, ihr Vater, sagt nein. Und die Tochter ist froh. So versucht er wenigstens in seiner Familie Wissen hoch zu halten. Doch schon der Besitz des falschen Buches kann verherend sein.

Und die Taliban beobachten die kleine Gemeinschaft. Und als der Vater abgeführt wird trift Parvana einer Entscheidung die nicht nur das Äußere verändert.

Etwas später, als ihr kleiner Bruder einmal weint, und nicht aufhören will, beginnt sie eine Geschichte. Über einen Jungen. Eine Geschichte über Unglück und Mut. Über Glück und Verlust. Eine Geschichte die dem ganzen Film geht. Oder ist das der Film? Nein, so einfach ist es nicht. Beides gehört zusammen. Ergänzt sich, das eine würde ohne das andere nicht funktionieren. Und es funktioniert gut.

Geschichten erzählen ist das Thema des Films. Und das tut er herausragende, phantasievoll zum den Mund vor Staunen nicht zukriegen gut.

Dabei hat es dieser Animationsfilm nicht leicht. Eine Geschichte in einer Geschichte. Dazu eine Welt die wir nicht kennen. Höchsten aus Büchern oder Filmen, andern Geschichten eben.

Wer von uns kann schon sagen das er in Afghanistan war? Unter den Taliban? Welches Mädchen hat sich schon als Junge ausgeben, um das Leben der Familie zu sichern? Nach diesen Film hatte man eine kleine Ahnung was das bedeuten kann. Noch ein Grund den Film anzuschauen.

Jedenfalls hat es dieses Meisterwerk verdient von möglichst vielen Menschen gesehen zu werden.
Daher bekommt er von mir sechs von sechs Hüten.

Technisches:

Originaltiel: The Breadwinner

Regie: Nora Twomey Andere Filme: Brendan und das Geheimnis von Kells (2017), Cúilín Dualach (2004), From Darkness (2002)

Buch:

  • Anita Doron Andere Filme: The Lesser Blessed (2012), Mystico Fantástico! (2011), Europa, East (2010)
  • Deborah Ellis Andere Filme: –

Sprecher (für die engl. Version):

  • Saara Chaudry (als Parvana) Andere Filme: The Curse of Clara: A Holiday Tale (2015), Isabelle Dances Into the Spotlight (2014), Santa … verzweifelt gesucht (2011)
  • Soma Chhaya (als Shauzia) Andere Filme: Holiday Joy (2016), Cheerleader Death Squad (2015), Poltergeist (2015)
  • Noorin Gulamgaus (als Idrees / Sulayman) Andere Filme: Private Eyes (2017), Salvation (2017), RoboCop (2014)

Art Director:

Musik:

  • Jeff Danna Andere Filme: Die irre Heldentour des Billy Lynn (2016), Anesthesia (2015), Bad Country (2014)
  • Mychael Danna Andere Filme: Die irre Heldentour des Billy Lynn (2016), Transcendence (2014), Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (2012)


FSK: noch unklar
Laufzeit: 94 Minuten
Genre: Drama
Start: 1 Juni 2018 auf Netflix


IMDB: imdb
Wikipedia: wiki (engl.)

Du hast “Der Brotverdiener” gesehen? Hier kannst du über diesen Abstimmen.

Zeige die Ergenissee

Loading ... Loading ...

Über reinhard

Ich bin der, der diesen Blog betreibt.
Dieser Eintrag wurde in 2018, Galway, Galway-2018 abgelegt und mit , , , , , markiert. Das permanente Lesezeichen ist permanente Lesezeichen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.