Isle of Dogs – Ataris Reise

Filmkritik zu:

Isle of Dogs – Ataris Reise

von Reinhard

 

Über den Film:

Es gab da diese Grippe. Eine Hundegrippe. Eine Grippe die Gefahr lief, auch auf den Menschen überzuspringen. Und es gab sowieso schon zu viele Hunde. Also hat der Bürgermeister von Megacity beschlossen die Hunde zu deportieren, alle.

Und um als gutes Beispiel voranzugehen, ist sein Hund, also eigentlich der Hund seines Mündels, der erste Hund der nach Trash-Island deportiert wird.

Jahre später ist die Müllinsel von Hunden übersät. Ausgemergelten Gestalten, die wegen einiger Knochen kämpfen. Und die Grippe grassiert immer stärker.

Einige Hunde finden sich zu einer Gang zusammen. Und der Führung von Chief stellen die sich dem täglichen Kampf ums Überleben. Obwohl, Führung ist nicht der richtige Begriff. Denn alles wird demokratisch entschieden. Jeder Beller zählt. Überhaupt versteht man die Hunde problemlos. Nur bei den Menschen gibt’s so Schwierigkeiten. Immerhin sind das auch Japaner. Es wird genug übersetzt und untertitelt um das Wichtigste zu verstehen. Aber wenn aus einer langen Rede eine viel kürzere Übersetzung wird, dann geht doch was verloren. Ich frage mich auch, wie der Film in Japan zu sehen ist. Vielleicht spielt er dann ja in China oder Korea. Muss ich mal Recherchierren. Wie hier mit den Übersetzungen gespielt wird, ist jedenfalls schön, und selten so intelligent gezeigt.

Dabei hat die eigentliche Geschichte noch gar nicht angefangen. Die beginnt nämlich mit einem Knall. Als nämlich das Flugzeug abstürzt. Und aus dem steigt ein Junge aus. Obwohl, steigen nicht der richtige Begriff ist. Schwanken kommt dem schon näher. Könnte was damit zu tun haben, dass er einen Teil des Propellers im Kopf hat. So gesehen geht’s ihm sogar gut.

Und das ist natürlich niemand anderes als Atari, das Mündel des Bürgermeisters. Auf der Suche nach seinem Hund. Und auch wenn es gewisse Verständnisschwierigkeiten gibt, das kapiert die Gang doch schnell. Duke ist zwar skeptisch, aber er war ja auch früher ein Streuner. Die anderen, ehemalige InDoor Hunde, fassen sofort vertrauen zu dem Menschenjungen.

Und da Chief überstimmt wird, geht die Suche los. Der größte Teil der Geschichte beginnt. Aber auch, als dieser sein Ende findet, ist der Film noch nicht am Ende. Denn diese Saga ist größer als es am Anfang scheint. Auch wenn man als Zuschauer zuvor diverse Hinweise bekommt. Was dann kommt, ist überraschend.

Aber die Geschichte ist gar nicht das Wichtigste. Das wären Themen wie Vertrauen und Treue und Zuneigung und Verschwörungstheorien und Impfstoffe. Und dazu kommen diese wunderbaren Bilder. Dieser Animationsfilm ist in Stoppmotion Technik gemacht. Also ein Bild gemacht, eine winzige Änderung am Modell, das nächste Bild. Und nach 25 Zyklen hat man eine Sekunde zusammen. Und bis man die fast 90 Minuten zusammen hat, sind es … also jedenfalls ´ne Menge Bilder mit winzigen Änderungen.

Und das man bei den ganzen winzigen Änderungen nicht den Faden verliert. Und etwas so Geniales herauskommt. Etwas das am Herzen rührt. Etwas bei dem Selbst die Übersetzerin des Haikus, gegen Ende des Films, die Sprache verschlägt. Dafür braucht man dann wohl ein Genie wie Wes Anderson. Und er hat es gut gemacht.

Ich hab bei dem Film jedenfalls gelacht und geweint. Und wünsche das auch jedem Zuschauer.
Also gibt es dicke, sechs von sechs Hüten. Was sonst.

Technisches:

Regie: Wes Anderson Andere Filme: Grand Budapest Hotel (2014), Moonrise Kingdom (2012), Die Royal Tenenbaums (2001)

Buch:

  • Wes Anderson Andere Filme: Grand Budapest Hotel (2014), Moonrise Kingdom (2012), Die Royal Tenenbaums (2001)
  • Roman Coppola Andere Filme: Charlies Welt – Wirklich nichts ist wirklich (2012), Moonrise Kingdom (2012), Darjeeling Limited (2007)
  • Jason Schwartzman Andere Filme: Darjeeling Limited (2007)
  • Kunichi Nomura Andere Filme: –

Sprecher (original):

  • Bryan Cranston (als Chief) Andere Filme: Why Him? (2016), Breaking Bad (TV) (2008-2013), Malcolm mittendrin (TV) (2000-2009)
  • Koyu Rankin (als Atari) Andere Filme: Juken (2017), The Mojo Stars: You Don’t Know Me and I Wish You Would (2007)
  • Edward Norton (als Rex) Andere Filme: Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (2014), Moonrise Kingdom (2012), Der unglaubliche Hulk (2008)

Kamera: Tristan Oliver Andere Filme: Loving Vincent (2017), Der fantastische Mr. Fox (2009), Chicken Run – Hennen rennen (2000)

Musik: Alexandre Desplat Andere Filme: Shape of Water – Das Flüstern des Wassers (2017), Florence Foster Jenkins (2016), Grand Budapest Hotel (2014)

Verleih: 20th Century Fox
FSK: 6
Laufzeit: 102 Minuten
Genre: Animation, Abenteuer
Kinostart: 10 Mai 2018

Homepage: Homepage (englisch/japanisch)
IMDB: imdb
Wikipedia: wiki

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Über reinhard

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