Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?

Filmkritik zu:

Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?

von Reinhard

 

Über den Film:

Gott ist depressiv. Das sagt er von sich selbst. Während er von seinem Beobachtungspunkt den Menschen zuschaut, und ihren Gedanken und Wünschen zuhört.

Charlotte, Corinna Harfouch,

hat so einen Wunsch. Sie will nicht einfach so verschwinden. Immerhin war sie nie wirklich da. Da kann man doch was machen?

Aber bis es dazu kommt passiert noch einiges. Da ist der Geburtstag der Enkelkindes Jo, eines aufgekratzten, schlau daherblickenden Mädchens. Klasse gespielt von der 13-jährigen Annalee Ranft. Oder der raue Ton bei den Gesprächen mit der Tochter (Meret Becker). Und den ersten Höhepunkt gibt es, als sie ihren Mann, Karl Kranzkowski, auf dem Autobahnparkplatz „vergisst“.

Also während Charlotte sich auf den Weg macht, um mit Jo das Geburtstagsgeschenk zu erleben. Da kommen der versetzte Ehemann und die tätowierte Tochter mit einer Truckerin zusammen und alle drei begeben sich auf die Suche nach den Vermissten. Dabei geht es denen besser als den Suchenden. Die streiten sich schon mal so das sie aus dem LKW fliegen.

Aber in dieser leichten, poetischen Geschichte gibt es immer wieder überraschende Wendungen. Und als alle zusammen beim Leuchtturm ankommen, ist noch lange nicht Schluss. Gerade dort geht es märchenhaft weiter. Und wenn auch am Anfang durchaus realistisch war, so hebt hier eindeutig der Film ab.

Trotzdem, oder gerade deshalb, macht er Spaß. Er nimmt sich nicht zu ernst. Und beschert eine Wohlfühlgeschichte, die nicht kitschig ist, und auch nicht in Romantik ertrinkt. Er hat eine Leichtigkeit, gerade am Ende, die selten zu sehen ist. Und die den etwas sperrige Anfang vergessen lässt.

Mir hats gefallen.
Daher bekommt er vier von sechs Hüten.

Und weil mir der Titelsong so gut gefällt, ANHÖREN!

Technisches:

Regie: Kerstin Polte Andere Filme: Kein Zickenfox (2014), Letzte Runde (2012)

Buch: Kerstin Polte Andere Filme: Kein Zickenfox (2014), 510 Meter über dem Meer (2008)

Schauspieler:

  • Corinna Harfouch (als Charlotte) Andere Filme: Der Fall Bruckner (2015), Finsterworld (2013), Giulias Verschwinden (2009)
  • Sabine Timoteo (als Marion) Andere Filme: Sicilian Ghost Story (2017), Die Mitte der Welt (2016), Die schwarzen Brüder (2013)
  • Meret Becker (als Alex) Andere Filme: Feuchtgebiete (2013), Kokowääh (2011), Die Glücklichen (2008)

Kamera: Anina Gnuer Andere Filme: –

Musik: Johannes Gwisdek Andere Filme: Schub (2011)

Verleih: Alamode Filmdistribution oHG
FSK: 6
Laufzeit: 94 Minuten
Genre: Komödie, Drama
Kinostart: 3 Mai 2018

Homepage: Homepage
IMDB: imdb

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Über reinhard

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