Am Sonntag bist du tot

Filmkritik zu:

Am Sonntag bist du tot

von Reinhard

 

Über den Film:

Es ist ein Mord mit Ankündigung, über die der Priester in der Beichte informiert wird. Das Opfer wird er selbst sein. Aber er bekommt noch eine Gnadenfrist. Eine Woche um sein Haus zu bestellen. Und nächsten Sonntag, am Strand …

Die Gründe sind auch klar und gehören inzwischen zur irischen Geschichte.

Dem Priester, James Lavelle – gespielt von Brendan Gleeson, fehlen erst mal die Worte. Dabei ist er sonst nicht auf dem Mund gefallen. Auch wenn er weiß, von wem die Ankündigung kommt, oder es zumindest glaubt, lebt er sein Leben wie bisher.

D. h. er geht den Gerüchten nach das eine Frau in seiner Gemeinde geschlagen wurde, nur vom wem? Und womöglich wollte sie es ja. Und er holt seine Tochter vom Bahnhof ab. Diese hat sich mal wieder versucht das Leben zu nehmen. Allerdings erfolglos, wofür sie sich dann auch entschuldigt.

Und so lernt man nach und nach die Gemeinde kennen. Den neureichen Banker und den Schwulen, der sich Stricher uns Haus holt. Oder den zynischen Arzt. Und noch andere.

Wer von denen wurde als Kind von einem Priester vergewaltigt, und hat ausgerechnet jetzt den Mut gefunden sich zu rächen, Jahrzehnte zu spät, nachdem der Täter längst gestorben ist. Aber stattdessen einen unschuldigen Priester umzubringen, das ist doch was Neues.

Aber das Problem des Filmes ist ein anderes. Es werden, zumindest im ersten Teil, eigentlich nur die Bewohner vorgestellt, etwas aus deren Lebenslauf erzählt, bevor es zum Nächsten geht. Und ständig schwebt die Frage im Raum: Ist Er es?

Erst nach knapp der Hälfte des Films, als das französische Pärchen auftaucht, kommt ein Moment der Wahrheit auf die Leinwand. Danach entwickelt sich der Film permanent zum Besseren und wird zum Ende hin richtig gut.

Daher kann ich den Film, trotz des Anfangs, uneingeschränkt empfehlen.

Technisches:

Originaltitel: Calvary
Regie: John Michael McDonagh Andere Filme: The Guard – Ein Ire sieht schwarz (2011)
Buch: John Michael McDonagh Andere Filme: The Guard – Ein Ire sieht schwarz (2011), Ned Kelly (2003)
Darsteller:

  • Brendan Gleeson (als Pater James) Andere Filme: Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (2013), The Guard – Ein Ire sieht schwarz (2011), Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (2010)
  • Chris O’Dowd (als Jack Brennan) Andere Filme: Thor – The Dark Kingdom (2013), Epic – Verborgenes Königreich (2013), Dinner für Spinner (2010)
  • Kelly Reilly (als Fiona Lavelle) Andere Filme: Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (2011), Stolz & Vorurteil (2005), Barcelona für ein Jahr (2002)

Kamera: Larry Smith Andere Filme: Only God Forgives (2013), The Guard – Ein Ire sieht schwarz (2011), Bronson (2008)
Musik: Patrick Cassidy Andere Filme: Bulletproof Gangster (2011), The Front Line (2006), Che Guevara (2005)
Laufzeit: 102 Minuten
Genre: Drama
Kinostart: 23. Oktober 2014
Wikipedia: wiki
IMDB: imdb

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Über reinhard

Ich bin der, der diesen Blog betreibt.
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