The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben

Filmkritik zu:

The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben

von Reinhard

 

Über den Film:

Ein Wissenschaftler beichtet sein Leben, auch seine Sünden. Allerdings nicht einem Priester, sondern dem Polizisten, der ihn seit Monaten verfolgt. Seitdem der Polizist, wegen eines Einbruchs, bei dem Wissenschaftler ermittelte. Und dort der Polizist ziemlich arrogant behandelt wurde.

Er, das ist Allan Turing. Und die Rahmenhandlung ist nicht wichtig. Obwohl, vielleicht doch. Denn diese zeigt, dass das Leben sich nicht auf die Kriegszeit reduzieren lässt, sondern dass es auch ein Leben danach gibt. Auch wenn die Kriegsjahre die Prägesten waren.

Turing ist Mathematik. Einer der Besten – der Welt. Wie er von sich selbst sagt. Nicht weil er eingebildet wäre, das ist ihm fremd, sondern das ist einfach seine Meinung. Und Turing ist vieles fremd. Einfachste menschliche Verhaltensweisen etwa. Z. B. wenn ein Kollege sagt, das er jetzt Essen geht, versteht er nicht es dahinter die Frage „willst Du mitkommen?“ steckt.

Seine Aufgabe ist, zusammen mit den Kollegen, nicht weniger als die Enigma zu knacken. Die Deutsch Verschlüsselungsmaschine, mit der im 2. Weltkrieg von den Nazis praktisch alle Nachrichten unlesbar gemacht wurden. Unlesbar, wenn man nicht den Schlüssel hat. Und der änderte sich immer um Mitternacht.

Turing hat da seine eigene Idee, wie das Problem angegangen werden kann, während die Kollegen eher klassisch arbeiten.

Als er wenig später die Leitung über die Truppe erhält, veranlasst er einige personelle Umsetzungen. Was dazu führt das die
Joan Clarke (Keira Knightley) zur Truppe dazustoßt. Hochbegabt wie er, aber – als Frau – ohne die Möglichkeit sie wie ein Arschloch zu benehmen. Sie wir so etwas wie die Vermittlerin zwischen Alan und der realen Welt.

Die Homosexualität von Turing spielt in diesem Teil des Filmes praktisch keine Rolle. Dabei ist es gerade diese Tatsache, die die Tragödie seines Lebens ausmacht. Auch wurden einige Tatsachen des Codeknackens überspitzt dargestellt. Wohl ein Zugeständnis an die schnelle Erzählweise des Kinos. Leider hinterlässt das einen bitteren Nachgeschmack.

Auch das man aus dem Genie Turing einen halben Autisten gemacht hat, war sicherlich unnötig. Oder der gegen ihn spielende Vorgesetzte, der in Wirklichkeit seine Truppe voll unterstützte. Alles Dinge die die Dramatik erhöhen, und gleichzeitig die Glaubwürdigkeit verringern.

Dass der Film nicht ganz abstürzt, ist hauptsächlich Benedict Cumberbatch zu verdanken, aber auch Keira Knightley und Matthew Goode, als Hugh Alexander, die der Geschichte das menschliche Antlitz geben.

Mehr wäre möglich gewesen, aber er ist trotzdem ansehnlich.

Technisches:

Originaltitel: The Imitation Game

Regie: Morten Tyldum Andere Filme: Jo Nesbø’s Headhunters (2011), Varg Veum – Falne engler (2008), Buddy (2003)

Buch:

  • Graham Moore Andere Filme: 10 Dinge, die ich an dir hasse (2010), The Waiting Room (2008), Pirates vs. Ninjas (2005)
  • Andrew Hodges Andere Filme: Der codierte Mann (1996)

Schauspieler:

  • Benedict Cumberbatch (als Alan Turing) Andere Filme: Sherlock Holmes (TV) (2010-2017), Inside WikiLeaks – Die fünfte Gewalt (2013), 12 Years a Slave (2013)
  • Keira Knightley (als Joan Clarke) Andere Filme: Jack Ryan: Shadow Recruit (2014), Anna Karenina (2012), Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt (2003-2007)
  • Matthew Goode (als Hugh Alexander) Andere Filme: Dido Elizabeth Belle (2013), Stoker – Die Unschuld endet (2013), Watchmen: Die Wächter (2009)

Kamera: Oscar Faura Andere Filme: Mindscape (2013), The Body – Die Leiche (2012), The Impossible – Nichts ist stärker als der Wille, zu überleben (2012)

Musik: Alexandre Desplat Andere Filme: Grand Budapest Hotel (2014), Zero Dark Thirty (2012), Der Geschmack von Rost und Knochen (2012)

Verleih: Universum Film

FSK: 12
Laufzeit: 113 Minuten
Genre: Drama
Kinostart: 22. Januar 2015
Wikipedia: wiki
IMDB: imdb

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Über reinhard

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