Open Door

Filmkritik zu:

Open Door

von Reinhard

gesehen auf Sarajavo Film Festival 2019

 

Über den Film:

Als große Schwester hat man es nicht leicht. Muss man doch ständig auf die kleine Schwester aufpassen, diese beschützen, aber Ihr auch die Grenzen zeigen.

Als kleine Schwester hat man es auch nicht leicht. Wenn man eine große Schwester hat. Weil … Siehe oben.

Dieses Mal geht der Ärger über das übliche Maß hinaus. Denn Elma, die kleine Schwester, trägt ein Kind in sich als sie aus Italien nach Albanien zurück. Und Rudina, die große Schwester, ist geschockt, als sie die hochschwangere Schwester abholt. Aber vor allen, kein Mann weit und breit. Insbesondere kein Ehemann. Und das ist in Albanien immer noch wichtig. Und bei dem konservativen Vater, den die beiden haben, ist das doppelt schlimm.

Es beginnt eine Reise, zu eben diesem Vater. Mit dem kleinen Sohn von Rudina auf dem Rücksitz. Elma muss sich erst mal eine Triade an Vorwürfen gefallen lassen. Hat aber selbst keine Erwiderungen. Denn sie kennt ja die Gesellschaft, aus der sie kommt. So ganz unrecht hat Ihre Schwester nicht. Auch wenn sie das nicht eingestehen will.

Die Reise wird künstlich hinausgezögert. Es wird überlegt, wie man das dem Vater beibringt. Oder ob dass überhaupt sein muss. Oder welche Optionen es anderweitig gibt. Aber die Auswahl ist gering, die Möglichkeiten begrenzt.

Und so haben wir hier ein klassisches Road-Movie. Mit überraschend modernen, westlichen Bilder, die die Kamera liefert. Nicht das was meinem Bild, meinem Vorurteil, von Albanien entspricht. Auch ein Grund warum ich solche Reisen mache.

Und auch die Geschichte ist modern erzählt. Absolut glaubwürdig, von den beiden Hauptdarstellerinnen rübergebracht. Und der kleine Jung als Sahnehäubchen ober drauf. Die restlichen Schauspieler sind wenig mehr als Komparsen. Wenn auch manchmal, wie der Vater, wichtige.

Doch es geht praktisch nur um die beiden Schwestern, die sich umeinander kümmern. Und die alte Vertrautheit aus Kindheitstagen kommt auch ab-und-an wieder durch.

Es ist ein sympathischer Film, bei allen Konflikten, die gezeigt werden.

Daher bekommt er von mir fünf von sieben Hüten.

Technisches:

Regie: Florenc Papas Andere Filme: If… (2013)

Buch:

Schauspieler:

  • Luli Bitri (als Rudina) Andere Filme: Holy Boom (2018), My Destiny (2013), Amnistia (2011)
  • Jonida Vokshi (als Elma) Andere Filme: Shtate Dite (2016), 6 Idiotet (2014), O sa mirë (2013)

Kamera: Sevdije Kastrati Andere Filme: Cold November (2018), The Marriage (2017), The Spearhead Effect (2017)

Laufzeit: 78 Minuten
Genre: Drama

IMDB: imdb

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Über reinhard

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