Sing Me Back Home

Filmkritik zu:

Sing Me Back Home

von Reinhard

gesehen auf der Galway Film Flead 2019

 

Über den Film:

Jewell (Monia Chokri) ist nicht gerade ein Juwel. Sie schlägt sich irgend wie durch. Die Karriere als Sängerin ist längst Geschichte. Der Job als Kellnerin auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Und da hat sich die Oma (Fionnula Flanagan) zum Besuch im fernen Paris angekündigt. Womöglich der erste Flug den die alte Dame, von Kanada aus, auf sich nimmt, um ins ferne Frankreich zu kommen.

Und dabei hat diese noch gar nicht mit gekriegt, dass Jewells damaliger Freund ein Ex ist. Aber Jewell will ihre Oma nicht enttäuschen. Drängt ihren Ex so lange, bis dieser zumindest mit zum Flughafen kommt. Dabei kommt heraus, dass Omi nicht allein ist, die Mutter von ihm ist auch dabei. Und die Beziehung zwischen Mutter und Sohn ist auch schon seit Längerem nicht mehr gut. Und auch die Mutter hat keine Ahnung über den aktuellen Beziehungszustand.

Denn spielt dieser mit, wenn auch nicht gleich und erst nach vielen Überredungen.

Das erste highlight ist, als die Bilder der, angeblichen, gemeinsamen Tochter präsentiert werden. Großmutter und Urgroßmutter sind natürlich hin und weg. Wie sich’s gehört. Aber die Lüge wird langsam anstrengend.

Wenigstens ist das Kind außer Reichweite. In den Pyrenäen, mit der echten Mutter, der Frau von Paul. Aber das Pärchen aus Übersee besteht darauf, das Dreijährige zu sehen.

Also beginnt die eigentliche Reise in diesem Roadmovie. Alle vier zusammen in einer alten Karre. Und aus der Strecke, die man in einem Tag machen kann, wird eine Zwei- oder Dreitagesreise (irgend wo hab ich den Überblick verloren). Aber das ist halt Kino.

Und es ist auch Kino, das sich die jungen Leute wieder näher kommen, wären die Älteren einfach eine gute Zeit haben und sich auf des Freuen, was da kommt. Und dabei schwebt die Lüge über allem. Und der Zuschauer fragt sich, wie das aufgelöst wird.

Aber bis dahin wird man gut unterhalten. Besonders die stimmige Musik trägt dazu bei. Voll zurecht steht dann auch die, wie nennt man das(?), Sound Editorin auf der Bühne, als der Film die Film Fleadh 2019 in Galway eröffnet. Neben dem Produzenten, der hektischen Regisseurin (aber die ist vermutlich einfach so) und der Hauptdarstellerin Fionnula Flanagan.

Jedenfalls ein schöner, unterhaltsamer Film. Nicht unbedingt tiefgründig, oder mit hohen Ansprüchen. Etwas das man gerne für zwischen-durch ansehen kann. Oder wenn man keine Lust auf irgend was Tiefgründiges hat.

Von mir bekommt er vier von sechs Hüten.

Technisches:

Originaltiel: On ment toujours à ceux qu’on aime

Regie: Sandrine Dumas Andere Filme: Nostos (2017), Les Résistances: la désobéissance est le plus sage des devoirs (2015), Jangal (1997)

Schauspieler:

  • Monia Chokri (als Jewell Stone) Andere Filme: Hungrig (2017), Die Lebenden reparieren (2016), Für immer dein (2014)
  • Jérémie Elkaïm (als Paul) Andere Filme: Nicht meine Schuld (2016), Das Leben gehört uns (2011), Nacht und Tag (2008)
  • Fionnula Flanagan (als Marie) Andere Filme: The Guard – Ein Ire sieht schwarz (2011), Vier Brüder (2005), Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern (2002)
  • Marthe Keller (als Louise) Andere Filme: Für meinen Glauben (2018), Die Ökonomie der Liebe (2016), Hereafter – Das Leben danach (2010)

Kamera: Nathalie Durand Andere Filme: Nach dem Urteil (2017), Barfuß auf Nacktschnecken (2010), Immer nur ihn (2006)


Laufzeit: 90 Minuten
Genre: Drama, Comedy


IMDB: imdb
Wikipedia: wiki (fr.)

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Über reinhard

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